Elf Läuferinnen und Läufer des TV Schwanewede beim Cardiff Half Marathon – für die meisten der fünfte von sechs Läufen auf dem Weg zur SuperMedal
Sonnenschein, Tausende Zuschauer an der Strecke und ein letzter Anstieg, der noch einmal Kraft kostete: Für die elf Läuferinnen und Läufer des Lauftreffs TV Schwanewede war der Cardiff Half Marathon 2026 ein besonderes Lauferlebnis. Alle erreichten das Ziel des 21,1 Kilometer langen Rennens in der walisischen Hauptstadt.
Für die meisten Schwaneweder war Cardiff bereits der fünfte Start auf dem Weg zur SuperMedal der SuperHalfs-Serie. Die Auszeichnung erhalten Läuferinnen und Läufer, die innerhalb von fünf Jahren die sechs Halbmarathons in Lissabon, Prag, Berlin, Kopenhagen, Cardiff und Valencia absolvieren. Nach Cardiff fehlt den Schwanewedern damit nur noch der letzte Lauf in Valencia, der für 2027 geplant ist.
Der Cardiff Half Marathon zählt zu den bekanntesten Halbmarathons Europas und besitzt das Elite-Label von World Athletics. Was 2003 mit rund 1.500 Teilnehmern begann, hat sich zu einem Großereignis entwickelt. In diesem Jahr waren mehr als 27.500 Läuferinnen und Läufer registriert. 2016 war Cardiff zudem Austragungsort der Halbmarathon-Weltmeisterschaften.
Die Strecke führt vom Start am Cardiff Castle durch die Innenstadt, vorbei am Principality Stadium, hinaus zum Yachthafen von Penarth und über den Staudamm der Cardiff Bay. Danach geht es am Wales Millennium Centre vorbei und durch den Roath Park, bevor das Ziel im Civic Centre erreicht wird.
Leicht war die Strecke allerdings nicht. „Eine, die durchaus als anspruchsvoll bezeichnet werden kann“, sagt Kirsten Treptow. Neben mehreren Hügeln blieb ihr vor allem der „knackige Anstieg zum Ziel“ in Erinnerung. Auch Roger Schöning empfand den Kurs als fordernd: „Die Strecke war sehr schön, leider gab es viele Steigungen.“
Dafür sorgte das Publikum für zusätzlichen Schub. „Auf der Zielgeraden hat das Publikum noch mal alles gegeben und uns richtig zum Spurt angefeuert“, berichtet Treptow. Schöning beschreibt die Stimmung als „schon etwas von Gänsehaut“. Auch Organisation und Wetter ließen aus Sicht der Schwaneweder kaum Wünsche offen.
Sportlich wurde an der Spitze ein hohes Tempo angeschlagen. Bei den Frauen gewann die frühere Weltrekordhalterin Joyciline Jepkosgei aus Kenia in 1:05:40 Stunden und verbesserte damit den Streckenrekord um zwölf Sekunden. Bei den Männern siegte ihr Landsmann Gideon Kiprotich in 59:34 Minuten.
Schnellster des TV Schwanewede war Mathias Rosenau. Er bewältigte die Strecke in 1:49:54 Stunden und belegte damit Platz 357 in der Altersklasse M50. Thomas Slag folgte in 2:00:54 (M65, Platz 68), Roger Schöning in 2:25:21 (M55, Platz 657) und Stefan Kosog in 2:41:17 (M60, Platz 443).
Bei den Frauen war Katharina Kosog mit 2:12:48 Stunden die Schnellste des Schwaneweder Teams (W60, Platz 70). Katrin Domigalle folgte in 2:19:02 (W40, Platz 712), Silke Engelke in 2:25:07 (W55, Platz 508), Iris Wohler-Kämna in 2:32:06 (W40, Platz 919), Bianca Gunnemann in 2:32:41 (W55, Platz 408), Kirsten Treptow in 2:33:15 (W60, Platz 168) und Petra Lührs in 2:40:36 (W65, Platz 79).
Am Ende zählte für die Gruppe jedoch weniger die Platzierung als das gemeinsame Erlebnis und der nächste Schritt auf dem Weg zur SuperMedal. Kirsten Treptow bringt es auf einen Satz: „Wir sind in Cardiff alle gut durch- und angekommen.“